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Honigbienen haben seit alters her den Menschen in ihren Bann gezogen. Ihre biologischen Besonderheiten und Verhaltensweisen als Staaten bildende Insekten sind relativ gut bekannt. Durch die Bestäubung der Wild- und Nutzpflanzen ist ihre Bedeutung in der Natur unbestritten und der dabei entstehende gesellschaftliche Nutzen übersteigt bei weitem den Wert des Honigertrags.
Dass man von der Bienenhaltung leben kann, beweisen in der BRD einige wenige
Vollerwerbsimker, häufiger anzutreffen sind jedoch Imkereien im Nebenerwerb. Die
weitaus meisten Imker halten Honigbienen nicht aus kommerziellen Gründen. Sie
sehen im Umgang mit ihnen eine faszinierende, entspannende Freizeitbeschäftigung in freier Natur und
finden dabei
einen Ausgleich zum Berufsalltag. -
80% der Imker halten 1-20 Völker bei einem
durchschnittlichen Honigertrag von 15-20kg pro Volk und Jahr (DIB,
2007).
Ein Einstieg in die Bienenhaltung sollte überlegt und
vorbereitet sein. Vor allem muss das notwendige Erlernen der
imkerlichen Praxis, die notwendigen Anschaffungen, der Raumbedarf, der
Bienenstandort und der
erforderliche Zeitaufwand für den laufenden Betrieb bedacht werden. Zum
letztgenannten kommt noch, dass gewisse Arbeiten an den Bienenvölkern zu
bestimmten, nicht aufschiebbaren Terminen durchzuführen sind. Die meisten
Arbeiten fallen jedoch vom Frühjahr bis zum Herbst an, im Winter bedürfen die Bienen
fast keiner Zuwendung. Beruflichen
Arbeitszeiten, Freizeit- und Urlaubsvorstellungen müssen zeitlich im Einklang
stehen. Gelegenheit, sich mehr Klarheit über den gesamten Fragenkomplex zu verschaffen,
bietet der Besuch einer Imkerei. ![]()
Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass man
gelegentlich, trotz Tragens einer Schutzkleidung, von Bienen gestochen werden
kann. Deshalb ist Personen mit Bienengift-Allergien
zu empfehlen, ihr Vorhaben mit einem Arzt abzuklären. Ferner muss man wissen, dass zur Bearbeitung der
Bienenvölker, bei Verwendung von Magazinbeuten
, die
gelegentlich 20-30kg schweren Zargen abzuheben, auf die Seite zu stellen und abschließend wieder
aufzusetzen sind. ![]()
Hinreichendes theoretisches Wissen über die Honigbiene und die Bienenhaltung gepaart
mit praktischer imkerlicher Erfahrung sind die Voraussetzungen für einen
dauerhaften Erfolg. Während ersteres durch Besuch entsprechender Lehrveranstaltungen und
Literaturstudium anzueignen ist, kann die imkerliche Praxis nur allmählich im Umgang mit
den Bienen erlernt werden. Dazu bieten zunehmend Imkervereine, beispielsweise in
Zusammenarbeit mit einer VHS, über das gesamte Bienenjahr hinweg laufende Neuimkerkurse
an, wobei sie den theoretischen Teil in Schulungsräumen, die imkerliche Praxis
auf ihren Lehrbienenständen vermitteln.
Nützlich ist der Besuch der von Imkervereinen und -organisationen
angebotenen Aus- und Weiterbildungsveranstaltungen, wie beispielsweise
Bienengesundheits-, Honig- und Zuchtlehrgänge. Ferner die meist auch für
Nichtmitglieder offenen, dem Erfahrungsaustausch dienenden Monatsversammlungen
der Imkervereine.
Hier werden aktuelle imkerliche Arbeiten und Dinge
wie Sammelbestellungen von Varroose-Behandlungsmitteln, Winterfutter usw. besprochen und organisiert.
Vorteilhaft, fast notwendig, ist am Anfang der Rat und Beistand eines erfahrenen Imkerkollegen. Er sollte bei Fragen und Entscheidungen wie der Standortwahl, des Völkerkaufs, der Betriebsweise, des Fangens von Schwärmen usw. zur Seite stehen. Günstig ist auch, wenn der Einsteiger teure Einrichtungen wie z.B. eine Honigschleuder für die erste Zeit mitbenutzen darf. Evtl. kann die Imkerei sogar am Bienenstandort des Mentors begonnen werden.
Die Unterstützung durch einen Mentor ist auch parallel zum Besuch eines
Neuimkerkurses ratsam, da im Rahmen von Neuimkerkursen oft, wegen der Vielzahl
an Teilnehmern, eine ausreichende individuelle Betreuungsarbeit nicht geleistet
werden kann. ![]()
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Abklären ob eine Bienengiftallergie vorliegt und ggf. die Empfehlung eines Facharztes befolgen. |
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Hinreichende theoretische Kenntnisse aneignen. Vorteilhafterweise einen Neuimkerkurs für Theorie und Praxis besuchen. |
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Vor der Anschaffung von Magazinbeuten die körperlichen Voraussetzungen klären. |
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Vor dem Einstieg einen Mentor, Betreuer suchen. |
DIB (2008): http://www.deutscherimkerbund.de/index.php?zahlen-daten-fakten
| Update 27.03.2010 | |||
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