Werkzeuge und Geräte

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Stockmeißel
Abkehrbesen
Rauchgerät, Rauchmaterial

 

Zur Anfangsausrüstung an Werkzeugen und Geräten gehören mindestens Stockmeißel, Abkehrbesen und Rauchgerät mit Rauchmaterial.

Stockmeißel

Universalwerkzeug bei der Bearbeitung der Völker. Werkzeug zum Lösen aufeinander stehender Zargen, zum Auseinanderschieben zusammengekitteter Waben, zum Abschälen, Abschaben und Abkratzen von Kittharz, Wachs- und Wabenanbauten an Rähmchen und Beutenwänden.

 

Stockmeißel
Ausführungen abgewinkelt und flach mit Wabenheber

Abkehrbesen

Abkehrbesen mit Stiel
sind in verschiedenen Ausführungen bezüglich Formen und Borstenmaterial (z.B. Perlon, Rosshaar) erhältlich. Bei Kunststoffborsten ist auf ausreichende Biegsamkeit auch bei niedrigen Temperaturen zu achten, damit aufsitzende Bienen abgekehrt und nicht eher abgeschoben und dabei verletzt werden.
Abkehrbesen mit Stiel
(Bild: Fa. Chr. Graze,
71384 Weinstadt-Endersbach)

Rauchgerät

An Rauchgeräten sind Rauchbläser (Imkerpfeifen) und Smoker in jeweils verschiedenen Bauformen zu unterscheiden. Der Vorzug ist einem Smoker mit Blasebalg zu geben. Er sollte in seinem Innenbehälter ausreichend Rauchmaterial aufnehmen, damit ohne nachzufüllen lange gearbeitet werden kann. Ausführungen in Edelstahl sind gegenüber denjenigen aus verzinkten Stahlblech teurer aber auch langlebiger.

 

Das bei der Verbrennung des Rauchmaterials entstehende Rauchgas enthält auch Wasserdampf. Dieser kann in kühleren Bereichen des Smokers wieder kondensieren und je nach Bauform das Rauchmaterial befeuchten. Ausführungen, bei welchen das Rauchgas statt durch das Rauchmaterial an diesem z.B. außen vorbei geleitet wird, neigen während längeren Nutzungspausen weniger zum Erlöschen.

Smoker
(Bild: H. Tuerksch, D-47137 Duisburg)

Rauchmaterial

sollte nach dem Anzünden langsam von unten nach oben Durchglimmen, in Nutzungspausen nicht erlöschen und einen möglichst unschädlichen, erträglichen Rauch entwickeln.

Neben den käuflichen Produkten kann Rauchmaterial auch selbst hergestellt werden. Die Palette (Spürgin, 1999) reicht von morschem Holz über Hobelspäne bzw. Presslinge aus Hobel- und Sägespänen aus unbehandelten Holz, Eierverpackungen, Fetzen von Jutesäcken, Farn, Rainfarn, Apfel- und Birnentrester aus der Mostherstellung usw. und Mischungen der verschiedenen Stoffe. Selbstverständlich müssen die Materialien ausreichend trocken sein.

 

Bei der Auswahl des Rauchmaterials ist zu beachten, dass der Rauch in die Beute und dabei über ungedeckelten Honig geblasen und gelegentlich auch eingeatmet wird. Zu vermeiden sind Rauchgase, welche zusätzlich mit undefinierbaren Verbrennungsprodukten aus beispielsweise Imprägnierungen, Leimharzen, Bindemitteln, Lack- und Druckfarben belastet sind.

 

Bewährt haben sich aus eigener Erfahrung Mischungen im Verhältnis von etwa 1:1 aus feinen Hobelspänen und morschem Holz bzw. aus feinen Hobelspänen und getrocknetem Apfel- oder Birnentrester.

 

 


Literaturhinweise

Spürgin, A. (1999): Gut geraucht ist halb geimkert.
ADIZ 04-1999, 14-15.

 


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